ISBN: 978-3-940129-53-6
74 Seiten, Paperback Taschenbuch, 12,95 Euro
Als die Rolling Stones 1962 anfingen, stand die Berliner Mauer etwa ein Jahr und ich
war noch nicht geboren.
Als ich dann auf der Welt war, zwei Jahre später, gab es die Stones immer noch, womit sie selbst nicht im Geringsten gerechnet hatten und bis zu meiner ersten Wahrnehmung dieser
Gruppe vergingen dann nochmals zwölf Jahre.
Zu diesem Zeitpunkt, 1976, waren sie längst Superstars, galten aber immer noch als „Rockrebellen“ und wurden auch von mir treuherzig dafür gehalten. Ob sie sich
selbst jemals so gesehen haben, ist mir völlig unklar, aber viele Menschen wollten sie so sehen, gerade in den frühen Jahren und das war keineswegs immer freundlich gemeint. Wie der „Beat“ über die Welt kam, ist heute
kaum noch nachzuvollziehen. Heute habe ich oft den Eindruck, um überhaupt nur wahrgenommen zu werden, muss man sich erstmal im Fernsehen von sogenannten Musikproduzenten beschimpfen lassen und auch das ist keine
Garantie dafür, nicht nächste Woche schon wieder vergessen zu sein. Wobei das alles natürlich Methode hat und gewisse Parallelen zur Frühzeit der Stones durchaus erkennbar sind.
Und trotzdem: Hätte es
damals schon solche „Talentshows“ gegeben, wir würden wohl nie etwas von den Beatles oder Rolling Stones gehört haben, auch von Elvis nicht, obwohl der als (fast) einziger von all denen wirklich singen konnte. Sei es,
wie es sei, ich will hier nicht musikhistorische Phänomene erklären, auch nicht bewerten, sondern nur eine Geschichte erzählen..