Semikolon-Verlag
Tamy Hecken:
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 18. - 21. März
LEIPZIGER BUCHMESSE

Befreien Sie Ihre Manuskripte aus den Schubladen!


“Dann fang ich halt von vorne an”, Autobiografie von Tamy Hecken

ISBN: 978-3-940129-52-9
322 Seiten, Paperback A5, 16,00 Euro

Es ist ein windstiller, sonniger Tag. Das Feuer knistert und es entflammt sich ein Blatt nach dem anderen und als ob von unsichtbarer Hand geführt, zieht sich die Flamme vom äußeren Rand des Blattes ins Innere hinein. Parallel dazu entzündet sich die nächste und übernächste Seite des Buches; die handgeschriebenen Seiten, Silbe für Silbe und die daraus entstandenen Worte, Sätze und regelrechte ganze Geschichten. In den ganzen Jahren zuvor waren so viele Seiten Nacht für Nacht beschrieben worden. So fügte sich eine Geschichte zu der nächsten und daraus entstand schon zwangsläufig eine neue. Es ließ sich nicht verhindern, obwohl man sich das Leben mal ganz anders vorgestellt hatte. Man wollte schließlich mal heiraten, eine Familie gründen und bis zum 30. Lebensjahr sollten mindestens drei Kinder das Familienglück komplett machen, also Glück pur.

Ich bin es, die hier ihre ganzen letzten Jahre in Rauch und Asche aufgehen lässt. Warum? Ich habe gedacht, ich müsste sterben und wollte meinen Eltern oder den Verwandten nicht zumuten, meine ganzen Tagebücher lesen zu müssen beziehungsweise zu können. Das wäre mir nicht recht gewesen. Aber wie man sieht, lebe ich immer noch und habe mich dazu entschlossen meine Erinnerungen an die ca. letzten 30 Jahre aufzuschreiben, um zu zeigen, es geht immer irgendwie weiter, wenn auch ganz anders, als man es sich vorgestellt hatte. Und manchmal muss man einfach wieder ganz von vorne anfangen, um für das Neue, das auf einen zukommt offen zu sein. Dadurch entstanden die Tagebücher, die durch irgendwelche größeren Einschnitte in meinem  Leben immer wieder weiter geschrieben wurden, sodass etliche Bücher mit Erinnerungen oder inneren Auseinandersetzungen gefüllt wurden. Ich habe all meine Probleme, oder wenn mich niemand verstand, immer niedergeschrieben. Danach sah die Welt meistens anders aus und ich konnte alles mit anderen Augen ansehen...

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